Checkliste · Businessplan

Ihr Praxis-Businessplan — in acht Bausteinen.

Der Businessplan zwingt Sie, das Vorhaben durchzurechnen — und ist zugleich die Grundlage für Finanzierung und Fördermittel. Diese acht Bausteine gehören hinein, plus die Zahlen, die eine Bank vor der Zusage sehen will.

▸ 8 Bausteine zum Abhaken▸ Zahlen für die Bank▸ mit Steuerberater rechnen
Struktur

Die 8 Bausteine

Ein tragfähiger Businessplan deckt diese acht Bereiche ab. Zum Abhaken — Baustein für Baustein.

1 · LeistungsspektrumWelche Leistungen und Schwerpunkte bieten Sie an, für welche Zielgruppen? Kassen- und Selbstzahler-Anteil grob abschätzen.
2 · Markt & Wettbewerb (Standortanalyse)Einzugsgebiet, Konkurrenzdichte, Erreichbarkeit und — bei Vertragsärzt:innen — der Versorgungsgrad laut Bedarfsplanung.
3 · MarketingWie werden Patient:innen auf Sie aufmerksam? Praxis-Website, lokale Sichtbarkeit, Bewertungen und Empfehlungen.
4 · WissensmanagementQualifikation, Fort- und Weiterbildung, Spezialisierungen — und wie Wissen im Team gehalten und weitergegeben wird.
5 · Geschäftsmodell & RechtsformEinzelpraxis, Gemeinschaftspraxis/BAG oder MVZ — wie die Praxis Erträge erzielt und organisiert ist.
6 · Verwaltung / OrganisationAbläufe, Praxissoftware, Personal sowie Termin- und Abrechnungsorganisation.
7 · Chancen & RisikenEhrliche Einschätzung: Was trägt das Vorhaben, was gefährdet es? Mit Alternativszenarien.
8 · 5-Jahres-FinanzplanungInvestitionen, Umsatz- und Kostenplanung, Liquidität und Kapitaldienst über fünf Jahre.

Reihenfolge und Tiefe hängen von Fachrichtung und Vorhaben ab — den Finanzteil stimmen Sie mit Ihrem Steuerberater ab.

Der Finanzteil

Zahlen, die die Bank sehen will

Das Herzstück des Businessplans ist der Finanzteil. Drei Blöcke, die belastbar sein müssen.

Einmalig

Investitionen

Geräte, IT, Einrichtung, Umbau und ggf. Übernahmepreis vollständig auflisten — und einen Puffer reservieren. Die Bandbreite ist groß: vom niedrigen sechsstelligen Bereich (z. B. Hausarztpraxis auf dem Land) bis in den Millionenbereich (z. B. Radiologie mit Bildgebung).

Monatlich

Laufende Kosten

Die größte Position ist fast immer das Personal, gefolgt von den Raumkosten (Miete). Dazu kommen Material, Labor, Versicherungen, Software und der Kapitaldienst für den Kredit.

Puffer

Liquidität

Planen Sie rund sechs Monate Liquiditätspuffer für die umsatzschwache Anlaufphase ein und stimmen Sie die Planung mit Ihrem Steuerberater ab.

Realistisch statt schöngerechnet: Banken prüfen vor allem den Kapitaldienst und die Liquidität in der Anlaufphase. Setzen Sie Umsätze vorsichtig und Kosten vollständig an — ein sauberer Finanzplan überzeugt mehr als optimistische Zahlen.
Optional

Businessplan-Gerüst als PDF

Die acht Bausteine stehen offen auf dieser Seite. Wer ein leeres Gerüst zum Ausfüllen möchte, kann es hier anfordern.

Businessplan-Gerüst (PDF)

Alle 8 Bausteine plus Struktur für den 5-Jahres-Finanzplan — zum Ausfüllen mit dem Steuerberater.

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Optional: Der Inhalt oben ist vollständig und ohne E-Mail nutzbar. Mit dem Download senden wir Ihnen die Datei und gelegentlich passende Tipps; Abbestellung jederzeit.

Und danach?

Plan steht — jetzt kommen die richtigen Patient:innen.

Die Gründung selbst navigieren Sie mit unseren Infos. Wenn die Praxis läuft, kommt der Teil, den wir übernehmen: Website, lokale Sichtbarkeit, Bewertungen und Ihre eigene Praxis-KI.

Häufige Fragen

Businessplan — kurz erklärt

Wie ausführlich muss der Businessplan sein?
So ausführlich, dass er Ihr Vorhaben trägt und die Bank überzeugt. Kernstück ist der belastbare Finanzteil; dazu kommen Leistungsangebot, Standort- und Wettbewerbsanalyse, Marketing und eine ehrliche Chancen-Risiken-Betrachtung. Lieber konkret und realistisch als seitenlang.
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Es gibt keine feste Quote. Viele Gründungen werden weit überwiegend über Bankkredite finanziert, oft bei auf Heilberufe spezialisierten Instituten; ein Eigenkapitalanteil verbessert aber Konditionen und Puffer. Wie viel sinnvoll ist, hängt von Fachrichtung, Investitionshöhe und Ihrer Situation ab — besprechen Sie das mit Bank und Steuerberater.
Wer hilft beim Finanzplan?
Der Finanzteil gehört in die Hände eines Steuerberaters, idealerweise mit Erfahrung bei Heilberufen. Er unterstützt bei Investitions-, Kosten- und Liquiditätsplanung, den Steuervorauszahlungen und der Abstimmung mit der Bank.