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ePA-Pflicht & Sanktionen 2026: was Ihre Praxis ab Tag 1 können muss.

Von der Redaktion25. August 2026Lesezeit 4 Min.Human · Zahn · Therapie · MVZ

Die elektronische Patientenakte ist seit Oktober 2025 Pflicht — und ab 2026 wird die Nichtnutzung teuer: 1 Prozent Honorarkürzung plus halbe TI-Pauschale. Für eine Neugründung heißt das, TI, eHBA und ein ePA-fähiges PVS von Anfang an einzuplanen.

Auf den Punkt

Die elektronische Patientenakte (ePA) ist seit dem 1. Oktober 2025 für Praxen verpflichtend zu nutzen. Ab 2026 drohen bei Nichtnutzung Sanktionen: 1 Prozent Honorarkürzung und eine Halbierung der TI-Pauschale. Für Neugründer:innen heißt das: Die Praxis muss ab Tag 1 an die Telematikinfrastruktur angebunden und ePA-fähig sein — inklusive eHBA und Praxisausweis, die Wochen Vorlauf brauchen.

Worum es geht

ePA-Pflicht: seit Oktober 2025 Grundausstattung

Die „ePA für alle“ ist seit dem 1. Oktober 2025 in der Regelversorgung: Praxen sind verpflichtet, die Akte ihrer gesetzlich versicherten Patient:innen zu befüllen und zu nutzen. Für eine neue Praxis ist das keine Kür, sondern Grundausstattung.

Der Reihe nach: Ohne funktionierende Telematikinfrastruktur (TI) keine ePA, ohne elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) und Praxisausweis (SMC-B) kein TI-Zugang. Diese Karten haben mehrere Wochen Vorlauf — sie gehören an den Anfang der Gründungs-Timeline, nicht ans Ende.

Die Eckdaten

Vier Zahlen zur ePA-Pflicht

01.10.2025

Seitdem ist die Nutzung der ePA für Praxen verpflichtend.

KBV / AOK
−1 %

Honorarkürzung bei Nichtnutzung der ePA ab 2026.

AOK Gesundheitspartner
½ TI-Pauschale

zusätzliche Kürzung der TI-Pauschale bei Nichtnutzung.

AOK Gesundheitspartner
~03/2026

elektronischer Medikationsplan (eMP) als nächste Ausbaustufe.

Fachpresse
Die Sanktionen

Was ab 2026 bei Nichtnutzung droht

Die Nutzung ist nicht mehr freiwillig — die Nichtnutzung wird ab 2026 spürbar teuer.

MaßnahmeWirkungAb wann
Honorarkürzung1 % des Honorars2026
TI-PauschaleHalbierung2026

Quelle: AOK Gesundheitspartner sowie Fachpresse (Medical Tribune, praktischArzt) zu den ab 2026 greifenden Sanktionen. Details und Übergangsregeln können sich ändern — maßgeblich sind KBV/KV und Ihr PVS-Anbieter.

Die nächste Ausbaustufe ist bereits terminiert: Aus der elektronischen Medikationsliste (eML) wird nach aktueller Planung ab etwa März 2026 ein aktiver elektronischer Medikationsplan (eMP). Wer neu gründet, plant die ePA also nicht als einmalige Anbindung, sondern als System, das mitwächst.

Für Gründer:innen

Was Ihre Praxis ab Tag 1 braucht

Für eine Neugründung ist die ePA kein Extra-Projekt, sondern Teil der Grundausstattung — mit Vorlauf.

1
TI-Anbindung einplanenKonnektor/TI-Zugang und ePA-fähiges PVS gehören in die Ausstattungsliste.
2
eHBA & SMC-B früh beantragenBeide Karten haben mehrere Wochen Vorlauf — ohne sie kein TI-Zugang, keine E-Rezept-Signatur.
3
PVS mit ePA-Funktion wählenBeim Software-Vergleich auf ePA-Integration und Update-Fähigkeit achten.
4
Team schulenePA-Befüllung und -Nutzung in die Einarbeitung aufnehmen — die Nutzung wird geprüft.
Ehrlich bleiben: Fristen und Sanktionsdetails rund um die TI entwickeln sich laufend. Dieser Beitrag ordnet den Stand ein und ersetzt nicht die verbindlichen Vorgaben Ihrer KV/KZV und Ihres PVS-Anbieters.
Die richtige Praxissoftware ist der Schlüssel

ePA, TI und E-Rezept stehen und fallen mit dem PVS.

Ob eine Praxis ab Tag 1 ePA-fähig ist, entscheidet die Praxissoftware. Unser redaktioneller PVS-Vergleich zeigt, worauf es bei TI, ePA und Update-Fähigkeit ankommt.

Häufige Fragen

ePA-Pflicht & Sanktionen — kurz erklärt

Seit wann ist die ePA für Praxen Pflicht?
Die „ePA für alle“ ist seit dem 1. Oktober 2025 in der Regelversorgung; seitdem sind Praxen verpflichtet, die Akte ihrer gesetzlich Versicherten zu befüllen und zu nutzen.
Was passiert, wenn ich die ePA nicht nutze?
Ab 2026 drohen Sanktionen: eine Kürzung des Honorars um 1 Prozent und eine Halbierung der TI-Pauschale. Details können sich ändern — maßgeblich sind die Vorgaben Ihrer KV/KZV.
Was muss eine neue Praxis für die ePA mitbringen?
Eine funktionierende TI-Anbindung, ein ePA-fähiges Praxisverwaltungssystem sowie eHBA und SMC-B. Die Karten haben mehrere Wochen Vorlauf und gehören früh in den Gründungsplan.
Was ist der Unterschied zwischen eML und eMP?
Die elektronische Medikationsliste (eML) sammelt Verordnungsdaten. Daraus soll nach aktueller Planung ab etwa März 2026 ein aktiver elektronischer Medikationsplan (eMP) werden, der aktiv gepflegt wird.
Betrifft die ePA-Pflicht auch Psychotherapie und MVZ?
Ja. Die Pflicht gilt für die an die TI angebundenen Leistungserbringer in der vertragsärztlichen und -zahnärztlichen Versorgung, einschließlich Psychotherapie und MVZ.

Quellen: AOK Gesundheitspartner: ePA-Pflicht für Ärztinnen und Ärzte — aok.de. Medical Tribune: So geht es 2026 mit der ePA weiter — medical-tribune.de. praktischArzt: Medizinrecht-Updates 2026 — praktischarzt.de. Stand: 25.08.2026. Redaktioneller Beitrag, keine Rechtsberatung; Fristen und Sanktionen können sich ändern.

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