Ehrlich vorweg: Die Radiologie ist die kapitalintensivste ambulante Fachrichtung überhaupt — und die eigene Neugründung ist die absolute Ausnahme. MRT und CT verschlingen schnell Beträge im Millionenbereich, die Sitze sind meist gesperrt, und die Wirtschaftlichkeit lebt von Auslastung. Der realistische Weg führt fast immer über Übernahme, MVZ oder Kooperation. Hier lesen Sie ungeschönt, was das bedeutet.
Sechs Punkte, die zeigen, warum Radiologie eine Klasse für sich ist — und warum der Alleingang selten funktioniert.
Ein CT beginnt bei rund 300.000 Euro, ein MRT bei etwa 600.000 Euro. Eine komplett ausgestattete Radiologie kann bis zu drei Millionen Euro kosten — sechs- bis siebenstellig ist die Regel.
Radiologische Sitze sind sehr dünn geplant und meist gesperrt. Eine echte Neugründung kommt kaum vor — der Weg läuft über Übernahme nach Paragraf 103 SGB V, MVZ oder Kooperation.
Neben den Großgeräten brauchen Sie PACS, RIS und DICOM-Infrastruktur, dazu baulichen Strahlenschutz und Abschirmung. Wartung und Service laufen als hohe Fixkosten mit.
Leasing ermöglicht bilanzneutrale, absetzbare Raten. Refurbished CT- und MRT-Systeme sparen 30 bis 60 Prozent. Dazu KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründungskapital.
Ein MVZ mit mehreren Radiolog:innen lastet die Geräte besser aus und rechtfertigt die Investition. Diese Skalenlogik macht das Fach auch für Investoren attraktiv.
Kapitalbedarf, Auslastungsdruck und knappe Sitze machen den Sologang zur Ausnahme. Für die meisten ist der Einstieg über eine bestehende Struktur der einzig realistische Weg.
Human-Besonderheit: In keiner anderen Fachrichtung fallen Kapitalbedarf und Zulassungsschranke so hart zusammen wie in der Radiologie. Ein gesperrter Sitz wird über das Nachbesetzungsverfahren nach Paragraf 103 SGB V ausgeschrieben; lehnt der Zulassungsausschuss die Nachbesetzung ab, wird der Praxisinhaber zum Verkehrswert entschädigt. Planen Sie den Einstieg deshalb von Anfang an als Übernahme, MVZ-Beteiligung oder Kooperation.
Von der Struktur-Entscheidung bis zur Geräte-Finanzierung. Zum Abhaken — nichts vergessen.
Diese Checkliste gibt es auch als kostenlose Vorlage zum Download — mit Fristen und Zuständigkeiten. Zu den Downloads
Die reine Neugründung spielt in der Radiologie kaum eine Rolle. Realistisch stehen drei Einstiegswege zur Wahl.
Die Gründung selbst navigieren Sie mit unseren Infos. Wenn die Radiologie läuft, kommt der Teil, den wir übernehmen: Website, Zuweiser-Kommunikation, lokale Sichtbarkeit und Ihre eigene Praxis-KI.
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